| ein
nachwachsender Rohstoff biologisch, ökologisch, ökonomisch |
In unseren einheimischen Wäldern wird seit Jahrhunderten
kontrolliert Forstwirschaft betrieben. Schnellwachsende Nutzhölzer benötigen
bis zur Ernte ein Menschenalter. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der zum
Wachstum nur die Mineralien aus dem Boden, Wasser, Luft und Sonnenenergie braucht.
Während des Wachstums wird der Luft Kohlendioxid entzogen und das Treibhausgas
in Sauerstoff umgewandelt. Die Nutzung von Holz bei gleichzeitiger Bestandpflege
wirkt deshalb dem Treibhauseffekt und der damit verbundenen Klimaveränderung
entgegen.
Der Einsatz von Holz als Baustoff hat gerade in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen.
Der Grund hierfür ist nicht zuletzt darin zu suchen, dass Holz außerordentliche
Eigenschaften besitzt, die kein anderes Baumaterial aufweisen kann.
Die Druckfestigkeit von Holz ist mit der von Stahlbeton vergleichbar. Holz ist
jedoch nicht spröde, sondern elastisch. Holzbauteile nehmen auch nach einer
hohen Belastung ihre ursprüngliche Form wieder ein. Die Zugfestigkeit von
Holz wird nur von Stahl übertroffen.
Holz ist ein poriger Körper und die Wärmeleitzahl ist deshalb sehr
klein. Es besitzt eine ausgezeichnete Wärmedämmfähigkeit und
angenehme Oberflächentemperaturen. Im Winter schützt es vor Kälte,
im Sommer vor Hitze und hilft wie kein vergleichbarer Baustoff Energiekosten
sparen.
Das Raumgewicht beträgt nur 600 kg/cbm. Holz lässt sich im Vergleich
zu anderen Baustoffen mit wenig Primärenergie leicht verarbeiten und die
Bauteile werden durch ausgefeilte Verzapfungstechniken miteinander verbunden.
Auf Grund des geringen Eigengewichts lassen sich ganze Wände, Decken, Dachstühle
vorfertigen. Wegen der guten statischen Eigenschaften von Holz lassen sich vielfältige
Gestaltungsmöglichkeiten und Konstruktionen verwirklichen.